Tante Emma 2.0: Wie Tante Enso aus Bremen 24/7 Dorfläden mit 92.000 Miteigentümern in unterversorgte Dörfer zurückbringt

Shownotes

Rund 3.000 Orte in Deutschland haben keine Lebensmittelversorgung mehr. Der nächste Supermarkt liegt oft mehr als fünf Kilometer entfernt, die Tante-Emma-Läden sind ausgestorben und die großen Ketten kommen nicht zurück. Ein Bremer Unternehmen füllt genau diese Lücke. Allerdings nur, wenn das Dorf selbst mitinvestiert.

In dieser Folge des Go Global! Bremen Business Talks Podcasts spricht unser Host Boris Felgendreher mit Norbert Hegmann, Mitgründer und CEO von Tante Enso. Tante Enso betreibt 24/7-Dorfläden in ländlichen Regionen: hybrid mit wenigen Stunden Personal am Tag, organisiert als Genossenschaft, in der die Kunden Miteigentümer sind.

Was 2016 als Idee für einen digitalen Testmarkt begann, ist heute ein Unternehmen mit knapp 100 Läden, fast 1.000 Mitarbeitenden, 92.000 Teilhabern und rund 120 Millionen Euro Umsatz. Bis 2030 sollen es 300 Läden werden. Und Hegmann ist sich sicher: Woanders als in Bremen wäre Tante Enso so nie entstanden.

Unter anderem geht es um folgende Themen:

  • Von der Marktforschung über den Online-Supermarkt myEnso zum Dorfladen: wie die Idee entstand

  • „Rettet Tante Emma“: was die Kunden 2017 wirklich wollten und warum der erste Versuch mit Kioskwagen im Dorf Blender scheiterte

  • Warum die Tante-Emma-Läden ausgestorben sind: kleines Sortiment, hohe Preise, Selbstausbeutung und fehlende Nachfolge

  • 3.000 unversorgte Orte in Deutschland und warum die großen Ketten unter 1.000 Quadratmetern nicht mehr antreten

  • Das Geschäftsmodell: 24/7 hybrid, drei bis fünf Stunden Personal am Tag, Einkaufskonditionen über die Rewe-Kooperation

  • Genossenschaft statt Venture Capital: ab 100 Euro Miteigentümer, fünf Prozent Rendite als Einkaufsguthaben, eine Stimme pro Kopf

  • Der Paradigmenwechsel in Schnega: Tante Enso kommt nur, wenn das Dorf vorher investiert

  • Warum Teilhaber dreieinhalbmal so viel ausgeben wie andere Kunden und was das für Investoren bedeutet

  • 3.000 Artikel, Preiseinstieg auf Rewe-Niveau und „Lokale Helden“ aus 20 Kilometern Umkreis

  • „Retail is Detail“: Logistik, KI-gestützte Bestellung und 84 Prozent identifizierbare Einkäufe

  • Diebstahl im Laden ohne Personal und warum die Dorfgemeinschaft besser kontrolliert als jede Kamera

  • Die größten Herausforderungen: Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und Kapitalintensität, Break-even ab 130 bis 140 Filialen

  • Übernahme von 36 Tegut-Standorten, 300 Läden bis 2030 und Potenzial für 500 bis 1.000 in Deutschland

  • Tante Enso als Dorfmittelpunkt: DHL, Bargeldversorgung, digitales Bürgerservice-Center, Telemedizin und Ökostrom

  • Bürgerbeteiligung und Demokratie: was Tante Enso in seinen Dörfern beim Wahlverhalten beobachtet

  • Warum Tante Enso nur in Bremen entstehen konnte: Bremer Kaufleute, die BAB und die Stadt der kurzen Wege

Hilfreiche Links:

Gemeinden, Bürgermeister und Initiativen können sich für einen Tante Enso bewerben. Tante Enso: https://www.tanteenso.de/

Handelskammer für Bremen und Bremerhaven: https://www.ihk.de/bremen-bremerhaven/

Wirtschaftsförderung Bremen: https://www.wfb-bremen.de/de/page/startseite

Bremer Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: https://www.wirtschaft.bremen.de/

Norbert Hegmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/norbert-hegmann-3b686b2/

Boris Felgendreher auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/

Transkript anzeigen

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu Go Global Bremen Business Talks, der Podcast über die Unternehmen.

00:00:10: Den Handel, die Technologien und die Menschen, die Bremen und Bremerhaven mit dem Rest der Welt verbinden!

00:00:15: Der Go Global Bremen Business Talkspodcast ist ein Gemeinschaftsprojekt – der Wirtschaftsförderung Bremen, der Handelskammer Bremen-Bremerhafen und der Bremer Senatoren für Wirtschaft, Häfen & Transformation.

00:00:25: Ich

00:00:25: bin euer Host Boris Felgenrär.

00:00:27: Rund dreitausend Orte in Deutschland haben keine Lebensmittelversorgung mehr.

00:00:31: Der nächste Supermarkt liegt oft mehr als fünf Kilometer entfernt.

00:00:34: Die Tante Emma-Läden sind ausgestorben und die großen Ketten kommen nicht zurück.

00:00:38: Ein Bremer Unternehmen

00:00:40: füllt genau

00:00:41: diese Lücken, allerdings nur wenn das Dorf

00:00:44: selber

00:00:44: mitinvestiert!

00:00:46: Mein Gast heute ist Norbert Hegmann, Mitgründer & CEO von Tante Enso.

00:00:50: Tante ENSO betreibt twenty four seven Dorfläden in ländlichen Regionen, hybrid – mit wenig Stunden Personal am Tag, organisiert als Genossenschaft, in der die Kunden Miteigentümer sind.

00:01:01: Was Jahrzehntein als Idee für einen digitalen Testmarkt begann, ist heute ein Unternehmen mit knapp hundert Läden fast tausend Mitarbeitenden, zweiundneunzigtausend Teilhabern und rund hundertzwanzig Millionen Euro Umsatz.

00:01:14: Bis zwanzig Dreißig sollen es dreihundert Lädchen bundesweit sein!

00:01:17: Und Hitman ist sich sicher woanders als in Bremen wäre Tante Enzo

00:01:22: so

00:01:22: nie entstanden.

00:01:24: Sehr spannende Folge.

00:01:25: Los geht's.

00:01:27: Hallo Norbert herzlich willkommen zum GoGlobal Bremen Business Talks Podcast.

00:01:30: Schön dass du dabei

00:01:30: bist.

00:01:31: Ganz lieben Dank für die Einladung.

00:01:32: Norbert, du bist Mitgründer und CEO von Tante Enzo.

00:01:37: Viele unserer Hörer kommen aus Großstädten, kommen aus Bremen ... Und sind mit dem Namen Tante ENZO bei dem Konzept wahrscheinlich nicht vertraut, ist noch nicht ein Haushalt nehmen.

00:01:46: soll es vielleicht auch nichts sein der weiß.

00:01:47: wir kommen heute uns noch ins Detail warum das eher im ländlichen Region zum Tragen kommt.

00:01:51: aber erklär uns vielleicht am Anfang ganz kurz für Leute die es nicht wissen was in Kurzform macht Tante enzo.

00:01:56: Tante Enso ist ein Anbieter von vierundzwanzig sieben Dorfleden in der ländlichen Region.

00:02:02: Unser Leitsatz ist, wir versorgen das Land nachhaltig für ein besseres Leben vor Ort – das ist unsere Aufgabe!

00:02:08: Wir machen Dorfläden und versorge Regionen die unversorgt sind, primär natürlich mit

00:02:14: Lebensmittel.".

00:02:15: Und wie viel von dieser Idee ist ideologisch?

00:02:17: Das klingt so ein bisschen ideologische.

00:02:20: Wir haben die Situation angeguckt, gemerkt, Menschen auf dem Land sind unterversorgt und frustriert.

00:02:24: Den muss geholfen werden sozusagen.

00:02:26: Letztlich sein wir auch Unternehmern.

00:02:28: Da kommen wir heute noch drauf, wie das Ganze auch ein Business Case wird aber nur nicht mal zurück in die Gedankenwelt, ob ihr auf die Idee gekommen seid.

00:02:35: Wie habt ihr gemerkt dass da einen Bedarf ist und dass ihr dort was anbieten könnt, was die Leute dann tatsächlich annehmen?

00:02:41: Vielleicht muss man sogar so weit zurückgehen.

00:02:43: Ich hab selber einen Unternehmen gegründet, auch ein Bremer-Unternehmen.

00:02:46: Das heißt Bonsai.

00:02:48: Man bergt schon eine gewisse Ähnlichkeit in so Bonn-Sai!

00:02:52: Ich habe auch mal in Japan

00:02:52: gelebt und

00:02:54: vielleicht kommt das ein Tick daher.

00:02:56: Bonsay ist ein Marktverschonungsunternehmen und hat sich für die große Markenindustrie und für die Pharma-Industrie auf die Farne geschrieben kleine Testmärkte zu machen.

00:03:04: Wir haben dort letztendlich für Unternehmen wie Ferrero, Unilever, Coca Cola was man so aus dem Supermarkt kennt, Marktforschung gemacht.

00:03:13: Und die Idee dabei ist immer dass man neue Produkte testweise in die Regale reinstellt und schaut wie sie funktionieren ob die gut funktionieren schlecht funktionieren und nachher am Ende des Tages eine Hochrechnung machen Wie genau das dann letztendlich zu erwarten ist vom Umsatz von der Performance eines Produktes?

00:03:32: Wir hatten damals mit Ferrero sehr viel gemacht und Ferrero hatte uns eigentlich gebeten einen Testmarkt aufzubauen, der schneller geht.

00:03:41: Der vielleicht ein bisschen digitaler ist.

00:03:43: und das haben wir uns dann angenommen und hatten erst versucht am Ende des Tages in Kooperation mit, weiß nicht, Rewe Online, mit Amazon, mit damals großes Thema My Time einer ersten online Supermärkte In Kooperation, einen Online-Testbacken aufzubauern.

00:04:01: Und dann haben wir aber relativ schnell festgestellt, der eine hat Probleme damit Daten rauszugeben Der andere hat gar keine Daten.

00:04:09: Der nächste hat Probleme, Logistik richtig auf die Kette zu bekommen und haben wir relativ schnell gemerkt, die bestehenden Märkte können das nicht liefern was wir eigentlich brauchen.

00:04:18: Und dann kamen eigentlich die Idee dass er gesagt haben da machen wir eben selber Supermärkte Test-Märkte.

00:04:23: Das war sozusagen der erste Initial.

00:04:26: Da waren natürlich relativ schnell auch die Frage Was machen wir denn?

00:04:30: bitte schön anders als die ganzen großen davor Ort?

00:04:34: Und die Gründungsidee war von Anfang an schon immer gewesen, dass wir gesagt haben Wir machen den nicht selber sondern wir lassen den entwickeln von unseren Kunden.

00:04:43: Ich kam aus der Marktforschung und hatte eigentlich schon immer das Gefühl gehabt Was würde eigentlich passieren wenn man ein ganzes Unternehmen aufbaut mit dem Credo?

00:04:53: Nicht ich habe das sagen!

00:04:54: Nicht der Grund hat das sagen, nicht der Investor hat das Sagen, sondern der Kund hat das sagen.

00:04:58: Das war eigentlich so die Grundidee, eigentlich gewesen etwas aufzubauen aus der Perspektive der Kunden heraus.

00:05:05: Und dann hatten wir die Annahme gehabt, dann kriegen wir wahrscheinlich von denen auch sehr viel Feedback zum Thema Test & Learn und so sei nicht das Ganze entstanden.

00:05:14: erst als Idee wirklich ein Online-Supermarkt auf die Beine zu stellen weil wir dachten es ist viel einfacher, viel unkomplizierter.

00:05:21: Man kommt besser an die Daten ran etc.

00:05:24: und

00:05:24: so sind wir dann letztendlich gestartet.

00:05:26: Mega spannend!

00:05:27: Weil da gibt's ja auch eine andere Meinung dazu, die heißt, die Kunden wissen nicht wirklich was sie wollen.

00:05:31: als Beispiel wenn damals vor einem iPhone das der klassische Fall, wenn man gefragt hätte was wollt ihr denn?

00:05:35: Dann hätten Sie gesagt ein besseres keine Ahnung existierenes Handy aber keiner wäre auf die Idee gekommen dass man iPhone braucht.

00:05:40: oder zweites Beispiel noch ... weiter aus der Vergangenheit mit dem Automobil.

00:05:44: Wenn man leider mal Leute gefragt hat, was wollt ihr?

00:05:46: Wollt ihr ein Automobil?

00:05:47: Nein wir wollen schnellere Pferde!

00:05:49: Also oftmals wissen die Leute gar nicht wirklich... also können ja nicht outside the box denken oder kreativ denken.

00:05:54: aber in dem Fall wahrscheinlich der Paintpoint.

00:05:56: Was die Leute wollen so groß in diesem Fall?

00:05:58: Also ihr habt vorher gemerkt dass in ländlichen Regionen supermärkte Rahware sind.

00:06:04: Ist das im frühen Marktforschung rausgekommen

00:06:06: schon?

00:06:07: Als wir gegründet haben haben wir unser erstes Geldprimier wirklich für Marktforschung ausgegeben.

00:06:12: Und bei Marktforschungen ist das so süßig...

00:06:13: Ja, kannst du schon?

00:06:14: Dann muss das mal Geld drehen!

00:06:17: Die Thematik hast du natürlich vollkommen recht.

00:06:19: Je nachdem wie man fragt bekommt man seine Antworten.

00:06:22: Ikea genau so eine Geschichte hat Markt-Forschung in Deutschland gemacht ob man nicht zusammen gebaute Möbeln in Kartons kaufen kann und ob das jemand haben möchte.

00:06:32: Da kam auch relativ klar raus, nee will keiner.

00:06:35: Ich glaube, und das ist ja auch so mein Credo.

00:06:38: Die Realität kann man nicht simulieren.

00:06:40: Deswegen bei Innovationsmarktforschung muss man einmal ein Prototypen haben – einen MVP, glaub ich sagt an einer Star-Up-Pronage.

00:06:50: Also eine Prototyp, den ich vorzeigen kann und dann Leute befragen können, willst du das oder nicht?

00:06:56: Und so haben wir es damals auch gemacht.

00:06:58: Wir hatten relativ bereit die Frage gestellt an Menschen in ganz Deutschland Wie sieht eigentlich dein perfekter Supermarkt aus?

00:07:08: Und was fehlt dir vielleicht heute an den Supermärkten, wie es gibt.

00:07:11: Da kam relativ früh schon raus übrigens das in den Städten die meisten gar nicht so viel Defizit haben.

00:07:17: An jeder Ecke gibts ein Supermarkt.

00:07:19: alle fünf Minuten kann ich eigentlich zum anderen Supermarkt gehen.

00:07:21: Schön

00:07:21: preiswert in Deutschland.

00:07:22: Relativ preiswert.

00:07:23: Die prügeln sich auch noch gegenseitig unterbieten sich regelmäßig.

00:07:28: Das heißt die Thematik der Unterversorgung hatten wir in den Staaten nicht In den Steden kam aber übrigens raus, was toll wäre wenn ich eine zentrale Anlaufstelle hätte.

00:07:38: Wo ich die besonderen Produkte zentral kaufen kann, die es nicht im Supermarkt gibt bestimmte vegane Thematiken oder unzuträglichkeiten, die man vielleicht hat dass man das alles an einem Ort kaufen kann.

00:07:51: Das war der Online-Supermarkt.

00:07:53: da hatten wir schon das erste Mal gespürtem.

00:07:55: Die Leute warten eigentlich nicht auf dem nächsten Online-Supermarkt und noch heute sieht man das ja auch noch.

00:08:00: Die Durchdringung von Online-Supermärkten ist immer noch relativ überschaubar.

00:08:04: Und sagen

00:08:05: wir mal, welche Zeit das war?

00:08:05: Das waren nämlich auch...

00:08:06: ...zweitausendsechzehn?

00:08:07: Zwei tausend sechzehnten war so die Idee.

00:08:09: Zwei Tausend siebzehn haben wir die Markforschung gemacht und da kam aber damals schon raus kümmert euch nicht so sehr um die Städte.

00:08:18: Wir haben woanders ein ganz anderes Problem Nämlich dass Sterben der ganzen Dorfläden rettet tante Emma!

00:08:26: Das war eigentlich der Auftrag der Konsumenten Tante Emma.

00:08:30: Und wenn man erstmal auf so einer Schiene drauf ist, haben wir natürlich trotzdem erst mal weiter das Online-Supermarktgeschäft versucht, mal vorne zu bringen und auch sehr stark dieses Thema Spezialitätenanbieter zu sein.

00:08:42: Wir nennen das Foodpioniere also die besonderen Produkte auch anzubieten und haben diese zweite Feld rettet, Tante Emmer gar nicht so richtig verstanden.

00:08:51: Wir hatten im Jahr zwei Tausend siebzehn, zweitausend achtzehnt das erste Mal eine Dorfanfrage gehabt aus dem Dorf hier in der Nähe von Bremen Blender und da war schon die Frage, wir haben kein Supermarkt mehr vor Ort.

00:09:02: Übrigens in den Dörfern kommt auch kein Online-Supermarkt.

00:09:05: also da kommt keine Rewe vorbei gefahren.

00:09:08: Die haben ihre Einzugsgebiete eigentlich in den Metroregionen und vielleicht noch ein bisschen drumherum.

00:09:13: Und da war es schon die frage könnt ihr was für uns machen?

00:09:16: Weil wir aber voll auf Online-Supermarkt ausfahren haben wir gesagt ja können wir machen dass eigentlich Glauben richtig zu machen.

00:09:25: Wir sind mit Online-Vorbestellungen in die Dörfer reingefahren und hatten noch ein kleines Enso Tyth dabei gehabt, das ist ein kleites Auto gewesen was eine Klappe hatte einen Kioskwagen und da konnte ich dann sozusagen meine Vorbestellung die ich online bekommen habe oder abgegeben hab

00:09:41: abholen.

00:09:42: und alles was ich dann auch vergessen hatte weiß nicht Toilettenpapier Zwei Hundert Produkte hatten wir auf diesen fahrenden Supermarkt mit dabei gehabt und das konnte ich mir kaufen.

00:09:53: Also, ich habe sozusagen online mein Bedarf abgegeben, wir haben gepackt, wir sind in das Dorf gefahren zweimal die Woche und haben das ausgeliefert und haben dann noch zusätzlich ein Kioskwagen gehabt der Notfallbedarf für frische und ähnliche Artikel hatte ist aber ehrlich gesagt kolossal gescheitert

00:10:12: klingt sehr schwer skalierbar.

00:10:14: das ganze

00:10:15: Ja, es wäre auch sehr aufwendig geworden.

00:10:17: Und am Ende des Tages haben wir dann auch die Leute im Dorf gefragt und haben gesagt, sag mal ihr wolltet doch den Supermarkt haben?

00:10:25: Dann haben sie gesagt ja aber ihr habt nicht richtig zugehört!

00:10:27: Wir haben gesagt wir wollen unseren Dorfladen zurück.

00:10:30: Das war eigentlich das Initial, wo wir das erste Mal darüber nachgedacht haben.

00:10:33: okay wenn ein Online-Liefer-Service im Dorff nicht funktioniert und Sie Ihren Supermarkt zurückhaben wollen alle sterben gerade die gehen ja pleite und haben keine Nachfolge gefunden, müssen wir irgendwas anders machen.

00:10:47: Und da haben wir uns das erste Mal damit beschäftigt wie muss so ein Dorf laden?

00:10:53: Tante Emma, zwei Punkt Null eigentlich aussehen, damit es wirtschaftlich auch funktioniert.

00:10:58: Das waren die ersten Gehversuche.

00:11:00: Ja super spannend lassen sie da bleiben weil es hat einen Grund gehabt warum die ausgestorben sind.

00:11:04: Das ist ja eine Auslese gewesen, da hat er irgendwas nicht mehr funktionieren.

00:11:08: Hat sich verstoben, irgendwas hat sich verändert.

00:11:10: Was waren die großen Treiber?

00:11:11: Warum diese Tante Emma-Laden?

00:11:13: Kleine Supermärkte vor Ort für die Leute schon seit Jahrzehnten hingegangen sind eingekauft haben.

00:11:17: Warum sind sie ausgestockt?

00:11:18: Ja da gibt es ein paar wirklich große Gründe.

00:11:20: das eine ist sozusagen einen Tante Emmerladen hatte immer relativ eingeschränktes Sortiment also die Auswahl relativ klein Die Preise aber relativ hoch.

00:11:31: So ein Tante emmer laden

00:11:32: Genau

00:11:32: genau die haben für ihre kleinen Laden eingekauft und Wenn die irgendwo eingekauft haben für ihren kleinen Laden, haben sie niemals die Einkaufspreise bekommen.

00:11:41: Die vielleicht ein Reweediker oder jemand

00:11:43: anders bekommt.

00:11:43: Und waren die Produkte dort jemals speziell?

00:11:45: Oder war das im Prinzip auch die Sachen, die man später dann im Supermarkt günstiger kaufen konnte?

00:11:50: Die haben schon immer drauf geachtet – also Tanta immer!

00:11:53: Dass es die lokalen Produkte vor Ort auch gibt.

00:11:55: Da haben die schon immer darauf geachtet.

00:11:56: Ansonsten war's aber auch klassisches Supermarktsortiment was eigentlich zu kaufen war.

00:12:01: Was auch die Leute erwartet haben allerdings aber auch zur Supermarktpreisen.

00:12:06: Tante Emma hat lange Zeit hinbekommen, weil sie sich selbst ausgebeutet hat.

00:12:10: Die hat nicht selber geguckt wie viel Stundenlohn verdiene ich eigentlich sondern hat einfach geöffnet hatte das als Dienst an der Gesellschaft verstanden und dann ihre Öffnungszeiten gehabt wie sie die hatte.

00:12:23: aber letztendlich wenn man das auf Stundenlohnen umgerechnet hat war das Selbstausbeutung.

00:12:27: Und ehrliche

00:12:28: ... Und deshalb auch dieser Hinweis in der Hattest-Generationswechsel und so weiter, da waren immer die Kinder gesagt, hey, kommt das zu mir?

00:12:32: Genau

00:12:32: ich bin noch nicht verrückt!

00:12:33: Ich tue mich das doch nicht an.

00:12:34: Ich seh doch was Mama gemacht hat oder

00:12:36: Papa.

00:12:37: Die haben ... ... quasi gearbeitet aber hatten nicht für ... ... Geld bekommen.

00:12:42: Genau und es machte auch keinen Sinn für die großen Lebensmittelhandelsketten dort einzusteigen und kleine Läden aufzumachen.

00:12:48: Auch das war nicht ...

00:12:51: bis heute ist es so dass die Großen den Weg der Konzentration gehen Das heißt, Sie schauen, dass sie auf möglichst großer Fläche hocheffizient arbeiten können.

00:13:01: Die gehen eigentlich nicht mehr in Dörfer und in Läden die unter tausend Quadratmeter Ladenfläche haben.

00:13:08: Und da kommen wir später drauf wie unsere Ladenflächen aussieht um Tante Emmerladen der sieht definitiv kleiner aus.

00:13:14: für die ist lieber ein Dorfladen weniger.

00:13:18: Dafür aber in einem Gewerbegebiet vielleicht ein Laden noch dazu, der eine Tausend Fünfhundert Quadratmeter hat und die entsprechende Konzentration mit der Auswirkung dass sich natürlich als Dorfbewohner damit Auto entfahren

00:13:29: muss.

00:13:31: Wie groß sind aktuell die Orte an dem sich normaler Lebensmittel einzunhandeln?

00:13:35: Rechnet und trägt?

00:13:36: Gibt es eine Faustfarbe?

00:13:37: Also der Ort selber ist gar nicht das Entscheidende, sondern wie viel Einzugsgebiet spreche ich eigentlich an.

00:13:43: Und in der Regel sind es Orte über dreitausend Einwohner.

00:13:48: Wir haben in Deutschland wirklich ein großes Problem.

00:13:51: Wir stand heute ungefähr drei tausend Orte ganz Deutschland die keine Lebensmittelversorgung mehr haben.

00:13:58: Drei Tausend orte keine Lebensmittelversorgung haben.

00:14:01: Und da gehen die Großen eigentlich letztendlich nicht mehr

00:14:04: rein.".

00:14:04: Gibt es aber schon ja auch einen Durchschnitt, wie weit müssen die Leute fahren um zum nächsten Einzelhandel

00:14:08: zu kommen?

00:14:09: Genau also in diesen Orten ist der nächste Supermarkt meistens über fünf Kilometer entfernt.

00:14:15: Also das ist nicht zu Fuß.

00:14:17: Ja heißt also immer Fahrzeug weil... Genau

00:14:19: Fahrzeug,

00:14:19: genau

00:14:21: für die ältere Generation heißt es auch wirklich nicht mehr autarken zu sein.

00:14:26: Weil ich muss Tochter Sohnemann, Nachbarn.

00:14:29: Irgendjemanden fragen weil ehrlich gesagt die Busverbindungen sind ja auf dem Land auch nicht so doll.

00:14:34: Das heißt es ist wirklich ein Abhängigkeitsthema was da entstanden ist in diesen dreitausend Orten und das war sozusagen die Zielgröße die wir uns gekümmert haben.

00:14:43: und zum Thema der im Grunde worum die rausgegangen sind oder gestorben sind die Tante Emma lehnt.

00:14:48: Das eine war eben das Angebot klein und teuer und das zweite ist es hat sich nur getragen wenn tante Emma ...

00:14:57: Onkel Horst.

00:14:58: Ja, wenn es Familienbetrieben weitergemacht wurde... Genau, genau!

00:15:00: Erbessen übrigens keine Miete berechnet, weil ich wohnte oben drüber und hatte mein Ladengeschäft gehabt, Haus ist schon längs abbezahlt gewesen, Miete nicht kalkuliert und Stunden unten auch nicht kalkuliert.

00:15:10: Deswegen haben sie keine Nachfolger gefunden und finden bis heute ganz schweren Nachfolge auf kleine Ediga-Läden nach dem Kauf

00:15:17: etc.,

00:15:18: die haben das gleiche Thema, weil es einfach ohne Selbstausbeutung teilweise nicht

00:15:24: ging.".

00:15:24: Und so kam dann eigentlich unser Gedankheit, dass wir gesagt haben okay wie kriegen wir das eigentlich hin?

00:15:27: Dass wir ein attraktives Angebot haben.

00:15:30: Gute Preise haben und am besten auch noch rund um die Uhr geöffnet.

00:15:35: Da kamen dann so die ersten Bausteine rein in den Vierundzwanzig Sieben ist ja ein elementarer Baustein bei

00:15:40: uns.

00:15:40: Das ist in der Tat spannend!

00:15:41: Das macht es ganz richtig, richtig attraktiv für dich.

00:15:43: Kauf

00:15:44: einen wann du willst.

00:15:45: und übrigens der zweite Satz dem wir auch immer sagen Wie Du Willst.

00:15:49: Deswegen waren von Anfang an auch immer die Idee das wir gesagt Haben Wir machen es nicht so.

00:15:54: Es gibt ja Wettbewerber, die

00:15:55: nur

00:15:55: Vierundzwanzig Sieben ohne Personal machen.

00:15:58: Deswegen haben wir aber gesagt nie im Dorfland musst du hybrid sein.

00:16:01: für Oma Ilse und Opa Peter brauchst du am Ende des Tages auch Personal.

00:16:06: vielleicht nicht am Tag zehn Stunden sondern vielleicht reichen drei vier Stunden weil ehrlich gesagt Oma ilse und opa Peter die können sich die Zeit auch ein bisschen einteilen

00:16:16: Genau.

00:16:16: Also die Zielgruppe, die diesen persönlichen Kontakt schenzt ist dieselbe Zielgruppee, die er tagsüber in den gewöhnlichen Öffnungszeilen

00:16:21: einkauft.

00:16:22: Die richtet sich auch ehrlich gesagt eher nach den Einkaufsseiten und kommt dann zu diesen Zeiten wenn jemand vor Ort ist, auch ehrlich für einen Klönstag.

00:16:30: also es geht auch darum Austausch zu haben und nicht nur Einkaufen zu gehen.

00:16:35: Das klingt super!

00:16:36: Also damals wenn man sagt okay das müssen die Bestandteile sein um sowas wieder hochflüssig machen sozusagen aber trotzdem ihr müsst eine Rechnung aufgemacht haben wie der Ganze sich wirtschaftlich trägt

00:16:45: Dann war der zweite Erkenntnis zu gewinnen.

00:16:47: Wir müssen die Kosten im Griff haben, also einmal Mietkosten Die Fläche darf nicht so groß sein.

00:16:52: Das zweite ist, wir müssen unseren wahren Einsatz also die Einkaufskonditionen im Griff haben.

00:16:57: Dann war schon relativ schnell klar das rechnet sich nur ab einer bestimmten Größenordnung.

00:17:02: Das wird nicht mit einem Laden funktionieren.

00:17:05: Wir brauchen Volumen damit wir Volumen haben bei den entsprechenden Großhändlern um günstig einkaufen zu können.

00:17:12: Das war das zweite Thema.

00:17:12: und das dritte Thema aber dass wir gesagt haben wir müssen anbieten dass die Leute bei uns vierundzwanzig sieben rund um die Uhr einkauen können behindert sind durch die Öffnungszeiten, wo Personal da ist.

00:17:24: Sondern dass wir auch den Sonntag mit abgreifen können.

00:17:27: Dass der Schichtarbeiter, der um zwanzig Uhr nach Hause kommt oder manchmal um einundzwanzig uhr Auch noch einkaufen kann also die öffnungseiten war das zweite thema.

00:17:35: den Umsatz möglichst hoch bringen Und die kosten möglichst runter bekommen.

00:17:40: und so kam dann schnell die Mischung raus.

00:17:42: Wir haben reduzierte Personalkosten deutlich reduzierte weil wir pro tag drei bis fünf stunden geöffnet haben zehn oder zwölf Stunden geöffnet haben.

00:17:52: Trotzdem kann ich aber vierundzwanzig sieben bei mir einkaufen, oder bei Tante Enso einkaufen.

00:17:58: und das zweite Thema ist eben dass wir über Kooperationen geguckt haben günstlich einkaufend zu können.

00:18:04: heute sind wir mit Rewe national unterwegs.

00:18:08: damals waren auch mal mit anderen unterwegs aber heute sind rewe unterwegs die National all unsere Läden versorgen und wir das gesamte gebündelte Einkaufsvolumen auch dann bei REWE dann platzieren

00:18:18: können.

00:18:18: Zu entsprechend besseren Konditionen, die ihr kriegen würdet wenn ihr es einmachen könnt?

00:18:21: Genau

00:18:22: oder wenn Tanda Emers alleine gemacht hätte.

00:18:24: Ja spannend aber gleichzeitig du sagst Volumen ran bekommen.

00:18:28: auch nur dann seid ihr auf den REWE attraktiv beispielsweise in der drei Läden habt dann braucht ihr da gar nicht anklingeln.

00:18:32: Das ist ein bisschen plakativ zu formulieren aber das klingt so als ob man erstmal eine lange Durchstrecke durch machen müsste bevor meine große Anzahl an Locations und Kunden stamm uns weiter hat.

00:18:44: Also ihr wart von vornherein auf eine Durchstrecke ausgerichtet?

00:18:46: Ja,

00:18:47: also auch einer Investitionsstreckel die eine gewisse ... das Ehrenmarathon und kein

00:18:52: Strint.

00:18:53: Ich frage das deshalb weil dann musst du ja auch mit bestimmten Investoren sprechen, die auf sowas Bock haben.

00:18:57: Weil die meisten Start-ups sind darauf konzipiert wirklich schnell groß zu werden und schnell möglichst gewinnen reinzubringen um die Investition wieder rauszuhauen.

00:19:04: aber da müsst mit bestimmten Investoren schon gesprochen haben, die genau auf so eine Sache auch spezialisiert sind wahrscheinlich?

00:19:11: Wenn ich richtig ehrlich bin, sind wir wahrscheinlich sehr blauäugig da reingegangen und hatten gar nicht so das genaue Bild von welchen Investoren Typ brauchen wir eigentlich.

00:19:24: Wir waren eigentlich selber der Meinung, die Relevanz der ländlichen Versorgung ist so groß dass eigentlich ganz viele uns hinterherlaufen

00:19:30: müssen.

00:19:32: Das war die Hoffnung und der Glaube am Anfang, das hat sich aber relativ schnell herausgestellt, dass es ein harte Stück Boot ist und da kam jetzt eine Zutat dazu, die uns heute unheimlich hilft damals aber das Leben auch eher schwierig gemacht hat als einfach weil wir in der Gründungsidee immer gesagt haben lass den Kunden entscheiden wie sieht das Angebot aus was bieten wir an?

00:19:57: Teilhaber sein, gibt ihnen die Möglichkeit der Teilhabe an der Firma.

00:20:02: Wir hatten schon bei Gründung gesagt, da hatte ich ja vorhin gesagt eigentlich würde ich ganz gerne sozusagen die Verantwortung und die Ermächtigung den Kunden übergeben und es war damals schon auch in einer Gründungs-Edie drinnen gewesen als wir gesagt haben lasst uns den Kunden zum Miteigentümer machen.

00:20:19: dann haben wir über Aktiengesellschaften nachgedacht und viele andere Sachen sind aber dann bei der Genossenschaft gelandet weil die Genossenschaft Weltkulturerbe der UNESCO ist, für

00:20:31: die beste

00:20:32: fährste Möglichkeit eine Beteiligung an Unternehmen zu organisieren.

00:20:37: Weil nicht das eingesetzte Kapital entscheidet über das Stimmmacht sondern der Kopf, die einzelne Person zählt.

00:20:43: egal ob ich viel Geld oder wenig Geld investiere Ich habe immer nur eine Stimme was natürlich zum Thema Demokratie und sozusagen demokratische Umsetzung total klasse ist.

00:20:54: allerdings für Investoren wiederum ist natürlich das erstmal so ein bisschen Fragezeichen, wie da reden Zehntausend mit?

00:21:00: Da reden tausend mit.

00:21:02: Ich meine heute sind wir bei zweiundneunzigtausend

00:21:04: Menschen.

00:21:04: Genau.

00:21:04: und die vor allem auch immer aus der Perspektive von einem Endverbraucher irgendwo kommentieren oder nicht Aus der Perspective von Unternehmern, die Geld verdienen müssen.

00:21:11: Und da hatten

00:21:11: wir dann natürlich relativ früh so dieses Thema gehabt.

00:21:16: Wie gut verträgt sich eigentlich die Kundenperspektive?

00:21:20: Klammer auf Heute gibt es viele Anzeichnen dafür dass das genau der richtige Weg ist.

00:21:24: Genau diese Kunden, die auch beteiligt sind bei uns und die Kunden, der am meisten mit uns ausgeben.

00:21:29: Das ist ein unheimlich tolles Kundenbindungsinstrument.

00:21:31: Dreieinhalb Mal mehr gibt der Teilhaber bei uns aus wie der Nicht-Teilhaber.

00:21:37: Das heißt wenn ich in eine Kasse reingucke dann machen diese zwei neunzigtausend Menschen wir sind knapp vor den hunderttausenden wirklich einen signifikant höheren Beitrag am Umsatz als sie nicht

00:21:47: teilhabern.

00:21:48: Macht intuitiv Sinn?

00:21:49: Ja

00:21:50: das ist mein Laden!

00:21:51: Wenn ich schon investiert habe, dann bin ich auch öfter da.

00:21:53: Was

00:21:54: ja übrigens als Investor wieder darauf geblickt wenn ich es richtig beweisen kann ja auch eine total spannende Thematik ist weil ich sagen kann das Unternehmen ist unheimlich resilient aufgebaut widerstandsfähig aufgebaut weil die Kunden bevor sie woanders hingehen, weil es ihr eigener Laden ist eher daran interessiert sind eine Verbesserung herbeizuführen.

00:22:16: Das heißt dieses Kundenbindungsthema ich glaube unsere Kunden sind deutlich mehr gebunden an uns positiv gesehen als das bei vielen anderen Unternehmen ist und das ist natürlich wiederum Investorenbrille eigentlich ein gutes Argument.

00:22:31: Ich habe Treue loyale Gründen, die viel mehr ausgeben als im Durchschnitt vielleicht bei dem Wettbewerb.

00:22:39: So von der... Ich würde mir vorstellen

00:22:40: bei den normalen Wocheneinkauf, der normale Einkäufer, der guckt erst mal auf die Preise und handelt sich von Laden zu laden und er hofft da die besten Angebote.

00:22:47: und das ist die Kundenbindung jetzt irgendwie Nebensacher.

00:22:51: Also ich gehe dahin wo ich sozusagen den Bestendissenpreis bringe.

00:22:53: Wo es schon am einfachsten und schnellsten geht!

00:22:54: Ist einfach dargestellt.

00:22:55: aber das treffte schon so.

00:22:57: Und gerade am Anfang war's dann natürlich wir haben gegründet die Genossenschaft mit achtzehn Mitgliedern Niedlich.

00:23:05: Haha!

00:23:05: In den letzten Jahren war es ja auch so, dass alle Investoren gesagt haben was für eine blöde Idee ihr werdet das niemals hinbekommen, dass euch die Kunden signifikant ein Teil eures Investitionsbedarfs mit auf dem Weg geben weil sie es gemeinschaftlich machen wollen.

00:23:25: und gerade in der Phase war das sehr schwierig Investoren zu finden gerade im klassischen Startup-Umfeld, wo es Unternehmen eben gibt die andere Arithmeticen setzen.

00:23:39: Deswegen war sehr früh für uns übrigens schon klar wir brauchen Kaufleute als Investoren.

00:23:46: Kaufleuten, die die Perspektive haben eines Investments was vielleicht ein bisschen länger dauert aber hinten raus sehr ertragreich sein

00:23:54: kann.

00:23:55: Wir reden immer von Investoren Aber wie groß ist dieser Anteil?

00:23:57: Hundert Euro.

00:23:59: Wie viel investiere ich um ein Genossenschaftsmitglied

00:24:01: zu sein?

00:24:01: Ja, also heute kann ich ab hundert Euro Genosschaftsmitglied sein.

00:24:07: Also

00:24:07: normaler Verbraucher der sagt da bin ich sowieso immer das Konzept finde ich super bezahlt.

00:24:11: hundert euro hat dafür einen Anteil.

00:24:13: es ist Mitglied Kann das auch irgendwann wieder fair äußern?

00:24:16: Genau.

00:24:16: In der Ersatzung steht ganz klar drin, regelt immer zum dreißigsten Neunten eines Jahres kann ich meinen Anteil auf Wieder zurückgeben

00:24:22: und... Aber der steigt nicht im Wert!

00:24:24: Der

00:24:24: steigt eigentlich nicht im Werte.

00:24:25: Ich bekomme aber für meine Einlage hundert Euro fünf Prozent Rendite.

00:24:29: Das heißt, ich bekomme jedes Jahr auf die Einlage, die ich getätigt habe Hundert Euro tausend Euro oder zehntausend Euro fünf prozent

00:24:37: Feste Rendite?

00:24:38: Feste rendite als ein... Unabhängig

00:24:39: vom Erfolg der Finale oder des Unternehmens

00:24:42: als Einkaufsgut haben zum Einkaufen in meinem Tante Ensofort oder im online Supermarkt.

00:24:49: Das heißt, die Rendite ist nicht ausgeschüttet, sondern sie wird sozusagen als Einkausvorteil...

00:24:56: Wenn ich hunderttausend Euro investiere, kann ich umsonst einkaufen

00:24:58: bei euch?

00:24:59: Also es hängt davon ab wie viel du einkoffen möchtest.

00:25:03: Ja genau wenn ich fünftausende Euro ausgebe dann könnte ich von meiner Rendite so sagen kostenlos einkauen.

00:25:11: und Parallel dazu haben wir das auch noch so gemacht, dass jeder... Wenn ich Teilhaber bin habe ich einen Anteil kriege ich zwei Prozent Rabatt an der Kasse.

00:25:19: Wir machen keine Streichpreise.

00:25:21: Seit Gründung von Tande Enso machen wir diesen ruinösen Wettbewerb um diese Woche ist der Kaffee bei mir am Billigsten nicht mit.

00:25:29: Wir lassen die Preise stabil außer es gibt sowas wie abgelaufene Ware.

00:25:33: Kurz vor Ablauf machen wir sowas Wie rettet die Lebensmittel?

00:25:36: Aber der normale Regalpreis bleibt stabil.

00:25:39: Aber unsere Teilhaber kaufen kontinuierlich günstiger ein.

00:25:43: Zwei bis vier Prozent bei jedem Einkauf.

00:25:46: Das ist nicht unrelevant, ne?

00:25:47: Nein, das ist ... Weil bei den geringen Marschen im Einsatz ... Genau, genau!

00:25:49: Ja

00:25:50: ja schon.

00:25:51: Aber das gehört alles zusammen.

00:25:52: Also dieses Thema günstig einkaufen über Großrandel behinbehaltet auch die Höhe meines Rabattes, die ich rausgeben kann.

00:26:01: Am Ende des Tages aber ist es so... Ich habe fünf Prozent festrennliter auf meine Einlage, egal ob ich einkauf oder nicht.

00:26:07: Die kann ich übrigens auch in weiterer Anteil tauschen.

00:26:10: Also meine Rendite könnte ich auch reinvestieren.

00:26:13: also wenn ich die fünftausend Euro... Du wolltest ja auch hunderttausende Euro investieren?

00:26:16: Ja genau!

00:26:17: Die könntest du dann sozusagen einmal im Jahr auch gegen neue Anteile tauschnen.

00:26:22: und wenn dann gekündigt wird irgendwann müssen wir das Geld ja wieder zurückgeben.

00:26:26: Das heißt es ist auch über reinvest eine echte Wertsteilung möglich.

00:26:30: aber neunzig Prozent unserer Kunden investieren bei uns weil sie Interessiert sind daran, ein Tante N so vor Ort zu haben und auch einkaufen zu können

00:26:37: bei uns.

00:26:38: Ja ich finde es trotzdem sehr spannend wenn ich sowieso dort einkaufe, dann diese fünf Prozent sparen?

00:26:42: Genau!

00:26:42: Das finde ich jetzt nicht im Drewerl.

00:26:45: Wo stehen wir aktuell?

00:26:46: also ihr habt jetzt gerade beschrieben wie das ganze anfängt, wie das Konzept aussah.

00:26:49: Vielleicht vorweg.

00:26:50: erstmal hat sich relevant irgendwas geändert in der Art und Weise wie das macht oder ist die Art und Weise wie an den Markt rangeht dieses Modell?

00:26:58: gibt's da nochmal wesentliche Veränderungen seit dem Start?

00:27:01: Ich hatte gesagt, wir wollen unsere Kunden als Gesellschaft damit reinholen.

00:27:05: Als Mitbeteiligte und am Anfang haben wir uns das nicht getraut wirklich offen zu sagen der erste Laden in Blender den wir dann da ja ausprobiert hatten und beim zweiten auch noch nicht Haben wir einfach hingestellt Und haben gesagt liebe Kunden hoffentlich kauft ihr viel bei uns ein Hatten die Genossenschaft wäre doch toll wenn ich auch teilhaber werde.

00:27:24: im dritten laden In Schneeger haben Wir uns dass das erste Mal getraute wirklich einen Paradigmenwechsel reinzubringen nämlich dass wir gesagt haben Liebe Schneeger-Bewohner im Wendland ist der Ort.

00:27:37: Liebe Bewohner in Schneeger, wenn ihr wollt dass wir als Tante Enso zu euch kommen und einen tollen, vierundzwanzig sieben Tante ENSO Dorfladen aufbauen dann machen wir das nur, wenn Ihr auch bereit seid mitzuinvestieren.

00:27:51: Wir wollten Sie sozusagen wirklich auch in die Verpflichtung mit reinbekommen Und vor allem wollten wir herausfinden ob die Absichtserklärung bei uns einkaufen zu wollen eine Ernste ist oder einfach nur Lapida dahin gesagt.

00:28:02: Und deswegen haben wir damals noch gesagt, liebe Bewohner in Schneeger, wir brauchen dreihundert Anteilscheine.

00:28:09: Dreihundert Anteilscheine – theoretisch hat auch einer dreihundert kaufen können!

00:28:14: Dreihunderte Anteillscheine wenn die zusammenkommen a hundert Euro, dreißig tausend Euro investieren wir in einen Tante Enzo vor Ort.

00:28:21: Ich weiß ja noch, wie heute Torsten mein Mitgründer hatte das schöne Konzept vorgestellt.

00:28:26: Was für tolle Supermarktprodukte dann entstehen.

00:28:28: und dann hat er gesagt so Norbert du musst ja jetzt noch den Part der Bedingung präsentieren.

00:28:34: und da musste ich nach vorne hab' dann da vor dreieinhalbfünfzig Leuten ... Das war eine Bürgerversammlung.

00:28:39: die Tor- und Halle war voll erklärt wir kommen nur wenn ihr uns euer Geld gebt Und haben gesagt oh mein Gott dass es mir mal gut geht.

00:28:47: Und dann war es wirklich so, dass wir innerhalb von zweieinhalb Wochen hatten wir die Teilhaberscheine zusammen und das funktionierte.

00:28:55: Ab dem Tag haben wir nur noch Tante Ansos eröffnet wenn vorher das Dorf bei uns investiert hat.

00:29:02: Mittlerweile sind wir im Mittel bei achthundert Menschen, achthundert Menschen pro Dorf, die bei uns investedieren und im Mittel investieren die zwei einhalb Anteile bei uns.

00:29:13: Das heißt ... Zweiundfünfzig Euro im Mittel, die Bordens investiert werden pro Kopf.

00:29:21: Also das hat sich extrem verändert.

00:29:23: Mittlerweile haben wir aber wirklich herausgefunden, dass es die beste Möglichkeit ist, das Konmitment im Dorf abzufragen und gemeinsam zu schauen, wollt ihr den Tante denn so?

00:29:34: Oder wollt ihr ihn nicht wieder.

00:29:36: Thema Mitbestimmung?

00:29:37: Ihr entscheidet ob wir kommen oder nicht!

00:29:39: Nicht wir entscheiden, ihr entscheidet das.

00:29:41: Und das war eigentlich der ganz große Dreh im Kopf oder auch in der Art, wie wir es gemacht haben.

00:29:47: Ab den Zeitpunkt war es eine Bedingung die Teilherbarschaft damit wir kommen.

00:29:52: aber ab dem Zeitpunkt waren das Zusammenwachsen Dorf und wir also Tante Enso so stark geworden dass wir wirklich Teil der Dorfgemeinschaft geworden sind.

00:30:02: Und heute sind wir in fourneunzig Dörfern aktiv, haben wir denen eröffnet.

00:30:08: Wir haben ja jetzt in der Presse hat man das gelesen, sechsunddreißig weitere Diegut-Läden übernommen die jetzt gerade umgestellt werden und wir haben noch mal weitere dreißig Läden, die in der Pipeline drinnen sind.

00:30:21: Also wir wachsen grade sehr stark und jeder Ort selbst – die Tegutstandorte – werden nur zum Tantein so umgerüstet wenn die Teilhaber bereit sind bei uns zu investieren.

00:30:30: Okay also es könnte Situation geben woher von diesen dreizig oder vierdreißig Filialen irgendwie fünfzehn nicht

00:30:35: an Start

00:30:36: bringt weil das...

00:30:40: Wir haben vorgefühlt und wir sind jetzt auch so, dass wir zwei Drittel der Dörfer schon die Kampagnen durchhaben.

00:30:45: Und in zwei Dritteln haben sie das weit übertroffen – die Ziele!

00:30:49: Weil jeder, der es schon mal im Dorf gelebt hat und weiß was das bedeutet wenn der Superbank nicht mehr da ist, der weiß auch, da geht etwas verloren im Dorfe.

00:30:59: Deswegen, die meisten, die in den Orten leben... Wir sind ja nur ein Dörffer reingegangen….

00:31:03: Es ist wirklich so, wie sagen wir wollen das gar nicht?

00:31:05: Wir wollen nicht, dass er zu

00:31:06: macht?!

00:31:07: Wir kämpfen um unseren

00:31:08: Laden vor Ort.

00:31:10: Inzwischen haben wir genug Beispiele, wenn du sagst über über neunzig ledig schon existieren, dann macht man sie vielleicht mal schlau, guckt sich meine Filiale an und spricht mit den Leuten oder so und merkt das funktioniert ja anscheinend.

00:31:20: Die Bürgermeister... Gibt es schon mal Filialen,

00:31:21: die geschlossen

00:31:21: wurden?

00:31:21: Ja!

00:31:22: Wir haben insgesamt fünf Jahren schon geschlossen.

00:31:24: Fünf Jahre?

00:31:25: Fünf Jahren.

00:31:26: Davon war übrigens Nummer eins im Bündnernlad dabei.

00:31:30: Da haben wir keine Genossenschaftskampagne gemacht Und wir haben dort an dem Ort experimentiert mit einem Laden der nur knapp hundert Quadratmeter hat.

00:31:40: Da haben wir auch gemerkt, wir sind mit hundert quadratmeter eher ein Kiosk und nicht einen richtigen Supermarkt!

00:31:46: Und wir suchen gerade in Blender eine Fläche, würden gerne wieder eröffnen im Blender aber brauchen eine größere Fläche also den ersten in Blendehamburger geschlossen.

00:31:53: und dann haben wir drei weitere geschlossen die wir noch ins Unionresidenzen hatten.

00:31:58: Also ganz am Anfang hatten wir eben überlegt, wo kann man solche kleinen Supermärkte machen?

00:32:03: Eine Idee war auch sie in Seniorenresidenzen einzubauen.

00:32:08: Der eine ist hier im Bremen gibt es ja die Convivo-Gruppe, die sind selber pleite gegangen.

00:32:12: deswegen mussten wir den Laden ausschließen und dieses Jahr haben wir einen geschlossen in Stuttgart.

00:32:17: das war der dritte Laden, der war im Augustinum auf einer Senioren Residenz weil wir gemerkt haben am Ende des Tages zu wenig Menschen Die Menschen außerhalb, das war so ein bisschen Hypothese.

00:32:29: Der Seniorenresidenz kommt sehr selten in die Senioren-Residenz zum Einkaufen.

00:32:33: Weil es irgendwie sowas wie Krankenhausatmosphäre hat und nicht so sehr Wohlfühlatmosphere.

00:32:40: Das haben wir unterschätzt.

00:32:41: Wir haben die Läden, die wir hatten, experimentiermäßig in Senioren Residenzen.

00:32:46: Die haben wir geschlossen.

00:32:48: Aber am Ende des Tages jeder Laden ... Wir sitzen hier in einem Raum wo die Lädchen alle an der Wand sind.

00:32:54: Ja, die Zuhörer können leider nicht sehen wo wir gerade sitzen.

00:32:56: Aber wir schauen auf eine große Wand in der verschiedene Fotos an einer langen Kette mit Wäscheklammern aufgehängt sind und porträtieren wie viele alle viele

00:33:05: andere?

00:33:06: Ich habe jetzt noch nicht wieder nachgezählt aber wir versuchen es immer aktuell zu halten.

00:33:09: Wir müssen nur die Linie jetzt erweitern weil die Wäscheleine ist Ende.

00:33:15: Worüber

00:33:15: haben wir jetzt noch nie gesprochen wenn's um das Einkaufserlebnis selber gibt?

00:33:19: vielen Leute Und auch vor allem diese Abwägung, wann gehe ich in mein Tanze-Enso-Laden?

00:33:24: Versus wenn gehe ich doch noch mal die Fahrt zum Niedel im nächsten Ort.

00:33:28: Ist euer Anspruch dass der gesamte Wocheneinkauf in so einer Filiale stattfindet?

00:33:32: oder anders formuliert ist das Warenangebot?

00:33:33: Ist das Warnsortiment groß genug?

00:33:35: wie viel Waren habt ihr im Vergleich zu voll ausgestatteten Aldi und Edeka?

00:33:39: Also wir haben ja hier die Wäscheleine mit den ganzen Läden.

00:33:42: Wenn wir durchschnitt von allen Lädern nehmen haben wir ungefähr dreitausend Artikel pro Laden.

00:33:47: So ein durchschnittlicher Penny Netto, also einen Discount hat zweieinhalb tausend.

00:33:51: Ein großer EDK hat fünfzehntausend oder so ein EDK Center auch fünfzehntausend zwanzigtausende

00:33:56: Artikeln.

00:33:57: Aber Spann, Penny hat das hier nur zweieinhalb?

00:33:58: Das ist auch nicht so viel,

00:33:59: ne?

00:33:59: Ne, das heißt wir gehen wirklich rein

00:34:02: mit dem... In jeder Kategorie sozusagen ja wie eins, zwei Auswahl maximal.

00:34:04: Genau!

00:34:04: Wir gehen wirklich mit dem Anspruch an eine Vollvorsorgung für die ländliche Region anbieten zu können.

00:34:11: Und die Vollversorgung beinhaltet eben, dass ich in allen Kategorien Breite und Tiefe unterschiedliche Sachen anbieten kann.

00:34:17: Ich kann nicht nur mit zwei Marmeladen Sorten reingehen, sondern ich muss eben Erdbeerkirche so weiter und aber auch zwei Marken oder drei Marken drin haben.

00:34:25: Das heißt wir haben in jedem Sortiment immer eine gewisse Tiefe und Breite.

00:34:29: Wir haben immer ein Preiseinstiegsprodukt.

00:34:32: Das ist bei uns in dem Fall durch die REWE-Kooperation Ja Produkte, also von der REWE Eigenmarke ja.

00:34:38: Wir haben immer Bio drin, REWE Bio oder REWE Beste Wahl.

00:34:42: das heißt das REWE Sortiment ist mit drin übrigens zum exakt gleichen Preis wie bei REWE.

00:34:48: wir haben was die Handelsmarke angeht also preiseinstiegsprodukte exakt die gleiche Preise wie bei Rewe.

00:34:54: das ist per EDV bei uns angeschlossen und wird auch Tages aktuell gehalten.

00:34:58: Und dann haben wir klassische Markenprodukte, weiß ich nicht, Nutella, Chioships etc.

00:35:02: und dann versuchen wir neben den klassischen Sortimenten Alternativen zur Industrie anzubieten zum Beispiel das ja Kühnegurken.

00:35:12: Kühnegurken ist eingemachte saure Gurken und wir haben ein Bremer Alternativ-Produkt oder Halbbremer Alternative-Produk, das sind Omaskurken

00:35:22: Nicht die Hamburger Kühne

00:35:23: sondern... Genau!

00:35:24: Omaskurken kleine Manufaktur wird nachhaltiger produziert, natürlich in einer anderen Stückzahl.

00:35:32: Und die stehen als Alternative zur Markenindustrie im Regal so dass ich vor Ort eigentlich selber entscheiden kann möchte ich ein Einstiegsprodukt, einen Markenprodukt oder ein Industrie-Alternativ Produkt?

00:35:42: klamm aufsofern wir es haben und die Besonderheit ist das hier dann auch in allen Kategorien wo's geht lokale Helden haben.

00:35:50: Lokale Helde sind wirklich Produkte aus dem Umkreis zwanzig Kilometer.

00:35:54: Also wir reden nicht davon, dass wir definieren lokal kommt aus Deutschland.

00:35:58: Sondern es muss wirklich direkt aus dem Umfeld der Tante Enzoos kommen und da haben wir übrigens in Deutschland immer ein Imker.

00:36:04: also ein Imper gibt das immer.

00:36:06: Wir haben meistens natürlichen Bauern wo dann Obst-Gemüse Themen angeboten werden aber ganz häufig auch Molkereien oder Schlachterein oder Metzgereien die sozusagen Sortimente aus der Region wirklich reinbringen Und dadurch echt eine Anreicherung des Marktes haben, weil es auch eine Stärkung der Kaufkraft vor Ort natürlich ist.

00:36:23: am Ende des Tages.

00:36:26: Auch ehrlich gesagt meistens die Topseller.

00:36:28: also gucke ich mir die Produkte an dann sind diese Produkte wirklich aus dem Dorfumfeld kommen wo man den Bauern kennt.

00:36:37: Genau

00:36:37: da steht das grünes Schild, die Regalböden sind auch in Grün gehalten und dann gibt's so ein Wobbler nennt sich das, so ein kleines Fähnchen am Regal.

00:36:46: worauf steht lokale Helden Das sind unsere Helden vor Ort.

00:36:50: Was mich sofort zu der Frage bringt, das klingt ein bisschen komplexes Ganze zu managen.

00:36:54: Wir sitzen hier in der Zentrale in Bremen.

00:36:56: Das ganze wird vermutlich oder auch nicht zentral aus Bremen gesteuert.

00:36:59: aber wenn ich jetzt gerade solche Kooperationen ... Ihr seid in ganz Deutschland mit neunzig lehnen unterwegs und ihr habt Lokale Bauern und lokale Imker, mit denen ihr Kooperationsvereinbarungen habt.

00:37:08: Und Liefervereinbauen usw.

00:37:10: Klemmert ganz kurz die Komplexität oder Herausforderung dieser Komplexitäten das Ganze auch.

00:37:13: zumindest, dass es dann flutscht weil die Regale müssen voll sein da darf auch kein leeres Regal sein beispielsweise ist keine triviale Herausforderung.

00:37:20: Also wir haben ja einen neuen Kollegen bei uns in der Geschäftsführung Das ist Thomas Gutgellit, das ist der Urenkel des Gründers von Tegut.

00:37:27: Der hat letzten in einem Meeting ein schönen Satz gesagt, der es auf den Punkt gebracht hat.

00:37:33: Also es ist unheimlich facettenreich.

00:37:35: das Geschäft, wie du eben schon gesagt hast.

00:37:38: Das fängt ja bei der Bestellung also erstmal bei der Sortimentsauswahl an.

00:37:42: Erstmal muss ich entscheiden Spreewaldgorken gehen die in ganz Deutschland oder gehen die nur in eine bestimmte Region von Deutschland?

00:37:48: Wenn wir bei Gorken schon mal sind dann muss sich entscheiden Wie viel kaufe ich ein von welchem Produkt?

00:37:55: Thema Mindesthaltbarkeitsdaten und Überbestellungen.

00:37:59: das teuerste für uns ist Wir bestellen zuviel Die Ware läuft ab Und wir müssen sie günstig abgeben, damit es nicht verdorben wird.

00:38:07: Das heißt Nachbestellung, Riesenthema und zwar in Time, dass das zur rechten Zeit so viel Ware da ist, dass am Ende des Tages nicht zu wenig da ist?

00:38:17: Dass Regal leer ist oder zuviel da ist das Ware schlecht wird?

00:38:21: Ein Riesenthema hilft uns mittlerweile KI weil Sie natürlich über die Abverkaufsdaten der Vergangenheit und anderen Läden ganz gut lernen Wie viel Fleisch muss ich einkaufen?

00:38:34: Grillfleisch, wenn das Wetter gut ist.

00:38:36: Und wieviel kauf ich ein und wer das Wetterschied ist?

00:38:38: Da gibt es große Unterschiede drin.

00:38:40: Das sind Themen da drinnen aber wir sind...

00:38:43: Hinzu kommt die Tatsache dass viele bei euch registriert sind vermutlich also er wisst wer in den Laden kommt und wer was einkauft.

00:38:48: Richtiger Punkt!

00:38:50: Wir haben eine ganz gute oder sehr gute Datenbasis von mir

00:38:54: nicht weit aus höher, als was man aus einem normalen Einzelhandel gewohnt ist.

00:38:58: Wo jemand im Zweifel eine Lidl-App runterladen musste und man es genau weiß?

00:39:01: Genau

00:39:02: wenn man mal guckt all unsere Einkäufe in allen Tante Enzoos haben wir ungefähr eighty vier Prozent wissen wer eingekauft hat weil sie mit einer Tante enso Karte einkaufen oder an der Selbstbedienungskasse gewesen sind.

00:39:15: Vierund achtzig Prozent wissen wir was Sie gerade einkauften, was Sie in der Vergangenheit auch angekauft haben Und wir können sie sogar anschreiben weil sie bei uns zum großen Teil auch Teilhaber sind oder mindestens registrierte Kunden.

00:39:27: Das heißt, die Datenbasis ist wirklich gut aber es ist trotzdem ein komplexes Thema, Ware zur richtigen Menge zu richtigen Zeit an den richtigen Ort zu bekommen.

00:39:35: Deswegen sind wir sehr froh über die REWE-Korporationen, die machen so siebzig Prozent unseres Sortiements aus und REWE liefert direkt von ihren Legern.

00:39:46: Wer meine nächste Frage gewesen?

00:39:48: Ja okay!

00:39:49: Und da ist das so dass Waren-Wirtschaftsschnittstelle, EDI heißt das.

00:39:54: Die Daten auch direkt digital übermitteln.

00:39:56: also so ein Tante Enso weiß selber wenn er keine Ware mehr hat und meldet das auch autark an Rewe.

00:40:03: Das ist bequem weil ihr nur wirklich einen Differenten habt in der Hand.

00:40:07: Aber die große Arbeit sind dann trotzdem da haben wir eben drüber gesprochen die lokalen Helden.

00:40:12: Ja nochmal kurz vielleicht bevor wir das Thema aus Naugen verlieren Logistik Wie funktioniert die Waren-Anlieferung über diese REWE Verteilzentren?

00:40:20: Macht Sinn.

00:40:22: Einmal die Woche tagtäglich ...

00:40:24: Wir werden zwei bis drei Mal pro Woche in jedem Laden von REWE angeliefert

00:40:28: und gibt's da Lager, in der Filiale selber?

00:40:30: Eigentlich ist das die Hauptlagerfläche Regal oder dann haben wir Mini-Lager wirklich zwanzig dreißig Quadratmeter.

00:40:39: D.h.,

00:40:39: die Ware wird angeliefert während der gewöhnlichen Öffnungszeiten und das Personal dort vor Ort macht auch die Warnverbringungen.

00:40:43: Genau,

00:40:44: exakt!

00:40:47: Zusatzlagerflächen, aber das ist wirklich homöopathisch.

00:40:49: Also unser Hauptlager ist das Regal.

00:40:52: Also auch keine Frage ob noch was im Hintergrund?

00:40:54: Nein

00:40:55: in der Regel nicht!

00:40:56: Ganz selten.

00:40:58: und wenn man unsere Läden anschaut wir haben ja auch nur zweihundertfünfzig bis maximal vierhundert Quadratmeter sind unsere bisherigen Läde, dass so die Range in der wir unterwegs sind Und das meiste nutzen wir wirklich für Verkaufsfläche am Ende des Tages und ganz wenig dann vor Ort Lagerflächen.

00:41:15: Wir haben jetzt letztes Jahr damit angefangen, dass wir an einigen Standorten gebündelt so eine Art Überlauflager konzeptioniert haben.

00:41:24: Das heißt da ist ein Tante Enso und da haben wir ein bisschen Fläche dazu gemietet wo wir für die umliegenden Tante Ensos in dem jeweiligen Kreis direkt Anlieferungen machen können, Zwischenlagung machen können.

00:41:36: Wir nennen es kleine Enso Hubs wo wir noch ein bisschen was zwischenlagern können.

00:41:41: Du hast ja vorhin erwähnt, dass die Öffnungszeiten recht begrenzt sind.

00:41:43: drei bis fünf Stunden am Tag.

00:41:45: danach ist die Tür zuzusagen.

00:41:46: ich komme da rein mit meiner Karte wenn ich angemeldet bin.

00:41:49: Ihr wisst wer reinkommt.

00:41:51: aber es ist auch ein gewisses Vertrauen wenn da irgendwie alleine jemand nachts um zwei trotzdem er registriert ist und eine Karte hat dadurch die Regale läuft.

00:41:58: ist das jemand zum Problem geworden?

00:42:00: Also wir haben Diebstahl wie jeder Supermarkt.

00:42:04: Wir haben aktuell so ungefähr ein bis zwei Prozent Diebstahlquote, wenn man das vergleicht mit dem Rewe Edeka wo normal Personal ist sind wir im gleichen Maß und haben wieder die Bestallquote.

00:42:15: Wir habe natürlich Kameras.

00:42:18: also wenn ich den Laden betrete dann weiß man oh Norbert kommt in den Laden rein.

00:42:21: da sollte man mal ein bisschen genauer hingucken und man wird überwacht.

00:42:30: Wir haben so dreißig bis vierzig Kameras auf zweihundert bis dreihundert, dreihundertfünfzig Quadratmeter.

00:42:37: Also wirklich jedes Produkt ist ausgeleuchtet.

00:42:39: Okay, da kurze Zwischenfrage?

00:42:42: Da musst du auch die Balance bekommen zwischen... Es fühlt sich noch an als wenn ich hier nochmal einkaufe oder ich wird ja ständig überwacht wie bei Big Brother im Container.

00:42:48: Ja,

00:42:50: also in der Tat muss man das ausbalancieren aber ich glaube persönlich... Sind die

00:42:54: Zähnen versteckt hoffig oder sind ihr...?

00:42:55: Na es ist öffentlich!

00:42:58: Das müssen wir aus dem Gesetzgeber.

00:42:59: Thematik Datenschutz auch machen, draußen an der Tür steht Achtung dieser Laden ist Video überwacht.

00:43:06: Das steht natürlich draußen dran.

00:43:08: die Kameras sind auch nicht so dass sie versteckt sind aber es ist.

00:43:11: man fühlt sich nicht beobachtet.

00:43:12: Aber ich wollte eigentlich auf einen anderen Punkt hinaus.

00:43:14: wieder zur Genossenschaft.

00:43:16: Wenn man in einem Dorf lebt und bei uns klauen würde Angenommen Klaus Klaus geht in unseren Laden wohnt in dem Dorf und klaut zwei Flaschen Korn So ähnlich auch geschehen Dann machen wir Folgendes.

00:43:31: Was

00:43:32: kommt jetzt?

00:43:34: Wir geben ertalen Hausverbot, wir sperren die Karte und dann ist eigentlich unser Job erledigt.

00:43:42: Das größere Thema für Klaus ist allerdings der Wund in einer Gemeinschaft, in der jeder zweite oder dritte Nachbar mit Eigentümer dieses Ladens ist.

00:43:52: Das heißt Klaus beklaut seine Nachbarn.

00:43:56: Und das macht man in unserem Dorf nicht so richtig häufig weil wenn sich das rumspricht, hat Klaus im Dorf echt ein Problem.

00:44:03: Und zwar gar nicht so sehr dass er bei uns nicht mehr einkaufen kann sondern wie ist das Sending im Ort selber?

00:44:08: und da wollte ich darauf hinaus.

00:44:12: der gesellschaftliche Zusammenhalt es ist unser Laden.

00:44:16: wir betreiben den gemeinsam.

00:44:17: wir gemeinsam müssen gucken dass es funktioniert führt dazu, dass übrigens auch so was wie wenn etwas runterfällt Leute das selber wieder aufheben.

00:44:26: Es gibt Leute die verräumen.

00:44:27: also wenn die Ware sozusagen vergriffen ist dann rücken sie die Ware von alleine wieder nach vorne.

00:44:33: Was niemand im normalen

00:44:35: Leben hat.

00:44:35: Das würde niemals jemand vor anders machen.

00:44:38: Das heißt Sie fühlen sich wirklich als Miteigentümer und das führt dazu dass die gesellschaftliche Kontrolle ist ein fieses Wort, aber die gesellschaftliche Gemeinschaftsverantwortung dazu führt dass Klaus das nur einmal macht.

00:44:52: Ein gutes Beispiel dafür ist, dass er es vielleicht nicht so häufig machen sollte.

00:44:57: Vieles was wir jetzt besprochen haben klingt irgendwie super, klingt klasse!

00:44:59: Aber was sind die größten Herausforderungen?

00:45:01: Ihr seid jetzt in vielen Jahren dabei, neunzig viele Jahre schön und gut, nicht mal troffend auf einen heißen Stein also nicht mal nennswert im in der großen Welt des Lebensmittel-Einzelhandels.

00:45:10: Wollt

00:45:10: ihr die größte Herausforderung Folgen darauf, wo kann die Reise hingehen?

00:45:14: Wie groß kann man so was eigentlich machen.

00:45:15: Aber lass mal mit den größten Herausforderungen

00:45:17: anfangen!

00:45:18: Vielleicht nur um die Dimension klarzumachen... Ich meine wir haben jetzt knapp hundert Läden.

00:45:22: Wir haben jetzt ein paar übernommen und sind fast tausend Mitarbeiter

00:45:25: Und zum Mitarbeitern zählen auch die Leute, die in der Vialle arbeiten?

00:45:26: Die ja auch in der vialle fort sind.

00:45:28: Wie viele Leute?

00:45:28: aber hier in der...

00:45:29: Hier in der Zentrale sind wir Hundertzehn, Hundertzwanzig Leute ungefähr Auch gar nicht so wenig.

00:45:34: Wenn ich den Umsatz angucke mit den Vialen, die wir jetzt eröffnet haben und mal zwölf Monate nach vorne rechne sind wir bei hundertzwanzig Millionen Euro Umsatz.

00:45:43: Erstmal klingt das alles sehr groß!

00:45:44: Wenn man das aber in Relation setzt zu Rewe Edeka und den anderen dann sag ich immer liebevoll sie sind wie der Fliegenschiss auf der Windschutzscheibe von Rewe oder Edeka.

00:45:54: Die Größe kann man sich nicht vorstellen.

00:45:55: Zweihundert

00:45:56: Milliarden Euro machte deutsche Lebensmittel einzuerhandel aus.

00:46:00: über zweihundert Millionen Euro und der ist verteilt auf vier großen zu eighty-fünf Prozent.

00:46:07: Das heißt, der größte Teil ist bei diesen vier großen.

00:46:10: Und das ist auch eine der größten Herausforderungen.

00:46:13: Die Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel ist unheimlich groß!

00:46:19: Wir können Einkaufspreise nur dann günstig einkaufen – nicht weil wir mit Ferrero selber verhandeln sondern weil wir uns einem Großen andocken und versuchen über deren Einkaufskonditionen mit einzukaufen.

00:46:33: Deswegen Kooperation mit Rewe.

00:46:36: Also das Thema Konzentration im Handel ist ein Riesenthema und eine riesen Herausforderung.

00:46:41: auch, dass zweite große Thema ist wobei man die Reihenfolge auch gerne tauschen kann ist das Thema.

00:46:47: wir sind sehr kapitalintensiv.

00:46:49: jede Eröffnung einer Fiale kostet sehr viel Geld.

00:46:52: Es kostet Vorbereitung in der Zentrale, das kostet Umsetzung dieser Dorfkampagnen und so weiter.

00:46:57: Und es kostet die Eröffnung – Regale, Kühlschränke, Kameratechnik, EDV usw.

00:47:04: Das muss alles finanziert werden.

00:47:05: Das heißt wir sind sehr kapitalintensiv und rechnerisch sind wir bei so bei Hundertdreißig, Hundertvierzig-Fialen im Break Even.

00:47:13: Wir schaffen es, dass wir sind jetzt... Normale.

00:47:15: Wir müssen hundertdreißig von der Fizifiliale haben um Break-Even hinzukommen auf Gesamtsicht.

00:47:19: Genau.

00:47:20: Was das nicht heißen möchte?

00:47:21: Es gibt schon profitable

00:47:23: Filialen hier.

00:47:23: Wenn man die Fialen alleine anschaut also nur die Fials ohne Headbrotter in den ganzen Overheadkosten dann ist es so dass wir dort jetzt schon nachhaltig profitabel sind.

00:47:34: Also alle tante Answers zusammen da sind wir profitabel.

00:47:38: wenn wir aber die Overhead-Kosten dazurechnen und zwar die Expansionskosten.

00:47:43: Wir haben riesiges Expansionsteam, wir müssen den laufenden Betrieb machen hatten wir eben drüber gesprochen, Sortiment Marketing haben wir noch gar nicht drüber gesprochen.

00:47:51: das muss alles organisiert werden.

00:47:52: wenn wir das dazurichten ist wie ich es noch nicht profit habe.

00:47:55: da brauchen wir die hundertdreißig hundertvierzig Fialen die wir aber zusammenhaben mit dem was wir schon bereits eröffnet haben plus die die jetzt gerade übernehmen plus die in der Pipeline haben.

00:48:03: das ist sozusagen in Ordnung.

00:48:05: Allerdings, wir haben auch insgesamt so ungefähr hundertzwanzig Millionen Euro investiert

00:48:11: oder andersrum.

00:48:12: die Menschen, die Unternehmer, die Investoren haben bei uns hundertzwanzig Million Euro investieren.

00:48:19: also das ganze Thema ist unheimlich kapitalintensiv und wir sind jetzt gerade bei Schallgrenze.

00:48:25: Hundertfialen.

00:48:26: der Markt hatte ich eben gesagt es drei tausend Orte in Deutschland groß nur in Deutschland.

00:48:30: andere Länder haben übrigens eh nichtes Problem.

00:48:32: Das heißt, wenn wir fragen wo die Reise hingehen kann.

00:48:35: Wir glauben dass wir in Deutschland ein gutes also dreihundert fialen haben wir bis zwei tausend dreißig fest eröffnet.

00:48:42: Wir glauben aber einen potenzial das wir fünf hundert bis tausenden fial in deutschland gut betreiben können.

00:48:47: Es ist immer noch umsatzmäßig ein oder anderthalb prozent des gesamtvolums Also nicht wirklich gigantisch groß.

00:48:55: Und natürlich kann man auch darüber sprechen dass man einmal räumlich wächst also in andere länder Und eigentlich, das finde ich viel spannenderer Thema ist.

00:49:02: Ich hatte ja vorhin einmal den Satz gesagt wir versorgen das Land nachhaltig für ein besseres Leben vor Ort.

00:49:08: Wir versorgnet das Land verstehen wir dass es nicht nur einen Auftrag ist für Lebensmittelversorgung.

00:49:14: unser Gedanke ist wenn wir wirklich Mittelpunkt im Dorf sein wollen dann müssen wir andere Versorgungsangebote auch mit reinbringen.

00:49:22: DHL machen wir zum Beispiel Wir arbeiten mit Sparkassen und Volksbanken zusammen, Thema Bargeldversorgung.

00:49:28: Wir machen Themen digitales Burgers Service Center also das eine digitale Säule die wir in den Tante Ensoß haben jetzt aktuell an dreizehnteststandorten wo wir Behördengänge digital möglich machen.

00:49:41: Wir haben für mich ein ganz spannendes Konzept auch aus dem Bremer Netzwerk heraus Die Firma Medivice, die haben Medizinboxen Das ist eine Benizinenbox, die man in eine Vialle reinstellen kann und per Telemedizin mit dem nächstgelegenen Arzt verbunden werde.

00:49:57: So dass ich sozusagen auch die ärztliche Versorgung vor Ort anbieten kann.

00:50:01: Das heißt wir verstehen wirklich Tante Enso als Mittelpunkt im Dorf indem wir die Versorgungen der Defizite, die da vorhanden sind Stück für Stück ausbessern.

00:50:11: Lebensmittel machen wir selber Und alles andere versuchen wir über Partnerschaften zu machen.

00:50:15: Wir haben jetzt dieses Jahr das erste Mal mit einem Energieversorger ProCon, hundert Prozent Ökostrom finde ich eine schöne Kooperation gemacht.

00:50:24: Wir kaufen mittlerweile viel für vier Millionen Euro Strom ein in allen unseren Vialen.

00:50:31: Das haben wir an die Wachschale gelegt und haben gesagt so liebe ProCon wir geben den Vertrag an euch aber dafür wollen wir dass unsere Kunden ebenfalls zum günstigen Tarif einkaufen können.

00:50:39: Das heißt, jetzt können unsere Teilhabe einer Genossenschaft ebenfalls zu den Konditionen wie wir bei pro Korn günstige Ökostrom beziehen und das sind solche Sachen dass wir wirklich Angebot der Versorgung in erländlichen Regionen nach vorne bringen.

00:50:55: Guck

00:50:55: mal die gute alte Genossenschaft!

00:50:57: Ja,

00:51:01: ich finde die Genossenschafft ist wirklich also dies angestaubt vom Image her.

00:51:06: Da sind übrigens, finde ich die Volksbanken, Sparkassen etc.

00:51:10: wirklich auch dran schuld?

00:51:12: Weil der Gedanke das man Beteiligung seiner Kunden macht ist alt!

00:51:17: Das ist die Gründungsidee der Genossenschaft.

00:51:19: was einer nicht schafft allein schaffen viele gemeinsam.

00:51:24: Aber es wird nicht gelebt wirklich, also die Kunden bei einer Volksbank haben wenig Mitsprachemöglichkeiten.

00:51:31: Die haben sogar delegierten Konzepte das heißt nicht der Kunde selber kann abstimmen sondern sie schicken Delegierte dahin.

00:51:38: Das heißt dieses Demokratie Thema so wie es aktuell bei vielen Genossenschaften gelebt wird ist glaube ich verstaubt.

00:51:46: wir versuchen wirklich echte Beteiligungen, echte Bürgerbeteiligung zu ermöglichen und dadurch ein bisschen wieder übrigens auch in den Orten selber bis sie mehr Demokratie zuversicht wieder zurückzubekommen.

00:51:58: Wir haben eine Untersuchung gemacht, wo wir geschaut haben wie das Wahlverhalten in unseren Orten ist im Verhältnis zu Nicht-Tante-Enso-Orten.

00:52:05: Die haben mich jetzt noch nicht so super viele aber es gibt deutliche Hinweise darauf dass eine bessere Versorgung im Ort mit der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung dazu führt Dass die politischen Ränder die Extreme kleiner werden und Mitte, Scherker wird.

00:52:26: Tatsächlich?

00:52:26: Möchtest du das so ursache Wirkung da klar auseinander drinnen kannst?

00:52:29: Ich würde sagen

00:52:30: ja!

00:52:30: Ja okay, dann setz es nicht als Beispiel.

00:52:35: Also es gibt von der Bertelsmann Stiftung wirklich eine nationale Studie wo es darum geht.

00:52:40: Sorgen wir dafür dass die Daseinsversorge und die politischen Aufgaben erfüllt werden.

00:52:48: ist die politische Stabilität für Demokratie besser gegeben wenn wir sozusagen Schule funktioniert nicht, Verkehr funktioniert nicht.

00:52:59: Lebensmittelsorgung funktioniert nicht Medizinische Versorgungen funktioniert nicht.

00:53:03: also das Thema funktionierender Staat ist glaube ich kausal zusammenhängt mit der Stabilität der Demokratie.

00:53:12: Funktioniert viel es die Demokratie stärker funktioniert gar nichts ... ist die Demokratie, glaube ich, schwächer.

00:53:18: Kann ich nachvollziehen?

00:53:20: Also... Instinktiv macht das ja nicht, weil die da ein bisschen abends aus der Reserve locken.

00:53:22: Aber

00:53:24: wir Riesen haben was natürlich nicht.

00:53:25: Ja.

00:53:26: Jetzt mal auf Schluss!

00:53:26: Ich hatte anfangs erwähnt, dass die Große der Zuhörbarn nicht aus großen Städten kommen und unseren Podcast aber... wenn jemand Zugröhrt aus einer kleinen Region, aus dem Ort wo das Total Sinn macht.

00:53:36: Wo vielleicht diese Problematik existiert der Laden hat zugemacht und ist schon seit Jahren nicht mehr und der nächste Rewe ist keine Ahnung, dreißig Kilometer entfernt.

00:53:42: Wie gehe ich heutzutage

00:53:43: vor?

00:53:43: Du hast es von so beschrieben dass man sich irgendwie selbst organisieren muss auf euch zukommen muss usw.

00:53:48: Ist das wirklich noch in der Form oder macht ihr auch einen gewissen Outreach wo ihr sagt hey dieser Orte sind predestiniert?

00:53:53: Macht ihr gar nichts!

00:53:55: Das muss eine eigene Initiative sein.

00:53:57: Also wir haben ja jetzt die thirty-six T-Gutstandorte

00:53:59: übernommen.

00:54:00: Da haben wir natürlich einen etwas anderen Prozess, da sind wir sozusagen... Wir haben ein Kaufvertrag geschlossen, dass wir die

00:54:05: übernehmen können.

00:54:06: Außerhalb von denen?

00:54:07: Also eine ganz normale...?

00:54:08: Ja aber selbst da ist finde ich das ein gutes Beispiel.

00:54:10: Da sind wir dann danach zum Bürgermeister gegangen und haben gesagt so, wir können den Laden umrüsten aufeinander in so oder wir können es nicht machen.

00:54:18: Wenn wir ihn umrüsten wollen, haben wir folgende Bedingungen.

00:54:21: Wir brauchen mindestens X Leute die in der Genossenschaft mit einzahlen.

00:54:24: Das heißt da haben wir den Bürgermeister sozusagen das vorgestellt und gefragt, willst du das?

00:54:28: Willst du das nicht?

00:54:28: Und in neun von zehn Fällen macht er das dann sehr gerne.

00:54:31: Wenn er nicht ganz doof ist, dann würde sich dem

00:54:33: einschließen.

00:54:34: ja!

00:54:34: Auch wieder Thema Wahl.

00:54:35: also wenn ich zur Wiederwahl gestellt werde... Tolles

00:54:38: Thema zu besetzen.

00:54:39: Ist ein toller Erfolg so.

00:54:41: aber ansonsten haben wir tanteänso.de.

00:54:43: Da gibt es ein Formular, bei dem sich Gemeinden, Bürgermeister und Initiativen Bürger bewerben können.

00:54:51: Und innerhalb von vierzehn Tagen hat unser Expansionsteam eine Standortanalyse gemacht – und dann bekommt man eine Antwort «Können wir grundsätzlich uns das vorstellen?».

00:54:59: Tante Enso aufzumachen!

00:55:01: Wenn da nur zweihundert Menschen leben, bringt das auch für uns nichts.

00:55:04: dann kriegen wir das auch nicht wirtschaftlich.

00:55:06: Wir brauchen so tausend Menschen Minimum im Ort, aber dann kriegen die eine Antwort und das ist der normale Prozess.

00:55:12: Bewerben Standortanalyse?

00:55:14: Dann machen wir gemeinsam mit dem Ort Die Dorfkampagne indem wir gucken wollt ihr das, wollt ihr dass nicht?

00:55:19: und da kann ich nur wirklich immer einladen dazu... so ein starker Moment an den Bürgerversammlungen, wenn wir dreihundert-vierhundert-fünfhundert Leute in Thurnhallenkirchen Fußballfelder zusammenkommen und dann dort das Konzept vorstellen.

00:55:36: Und der Funken im Dorf überspringt und sagt Das wollen wir!

00:55:40: Dieser Funke Wenn er einmal übergesprungen ist.

00:55:42: es übrigens interessant zu sehen dass in so einem Ort Dann nach der Initiative die sich um den Dorfladen gekümmert hat Die stoppen manchmal nicht.

00:55:49: Dann kommt plötzlich einen Dorfcafe wieder dazu oder es gibt andere Aktivitäten, die aus dieser Gruppe das gemacht haben.

00:55:57: Weil sie gemerkt haben man wenn wir zusammenhalten dann können wir ja was erreichen und das versucht dann der ein oder andere Ort am Leben zu halten und das bringt Revitalisierung der ländlichen Region

00:56:07: nach vorne.

00:56:08: Starkanpultz jetzt kommt diese Idee und ist Unternehmen ja aus Bremen?

00:56:11: Ist irgendwas an dieser Idee oder der Rangensweise etwas Bremerisches dran?

00:56:17: Oder spielt das für euch gar keine Rolle, könnt ihr auch genauso in, keine Ahnung, Hamburg oder in München sitzen?

00:56:22: Oder ist irgendwas an dieser Idee und in der Art und Weise wie es umsetzt irgendwie was Bremerisch.

00:56:25: Du bist Bremerkaufmann, du kommst hier aus Bremen, bist ja auch von Wurzel mit dem Ecosystem irgendwas, was dir auffällt?

00:56:31: Ich bin mir ziemlich sicher woanders wäre Tante Enzo früher gestorben.

00:56:37: also

00:56:37: die Idee

00:56:38: hat den Nährboden hier in der Hansestadt Bremen bekommen und vor allem das Gehör der Bremer Kaufleute, die gerade in der Gründungsphase dabei gewesen sind und gesagt haben wir investieren hier rein.

00:56:49: Warum war das so?

00:56:52: Ich glaube also zum einen gehört glaub ich immer eine gute Idee dazu natürlich.

00:56:57: Bremer

00:56:57: Kauflöde kennen gute Ideen oder können sie erkennen zumindest wenn Sie eine sehen?

00:57:01: Auf jeden Fall glaube ich dass ihr ein Näschen dafür haben

00:57:03: muss aber mehr dabei sein.

00:57:05: Genau das ist die Grundvoraussetzung.

00:57:08: dann glaube ich gehört auch dazu wahrscheinlich handelnde Personen gibt, die daran glauben und dafür brennen.

00:57:14: Ich glaube das aber auch überall so.

00:57:16: Und dann auf der Gegenseite ist es dann eben ... Auf der Investorenseite, glaub ich, die Frage Wie gehe ich da rein?

00:57:22: Gehe ich da mit dem Anspruch in drei Jahren will ich das vierfache raus haben oder gehe ich generationsübergreifend vom Gedanken her jeder, der investiert wird, Geld wieder zurückhaben?

00:57:35: Aber die Frage ist ja kriegst du einen Verkauf wieder oder krege ich es sozusagen über Rendite, über die Zeit wieder.

00:57:42: Und ich glaube die Bremer Kaufleute – wahrscheinlich gibt's auch andere Kaufleuchten in anderen Hanselstädten, die das ähnlich sehen aber mich hier in Bremen kann ich es jedenfalls sagen, die haben auch die Perspektive dass es Unternehmen gibt, die man langfristig aufbaut und langfristigen am Markt bestehen können und da haben sie einen größeren Blick für als vielleicht in der Start-up-Branche in Berlin, wo wir zum Venture Capitalisten gegangen wären und er gesagt hat oh nee also wenn ihr in drei Jahren das nicht geschafft habt zu verdoppeln dann sind wir raus.

00:58:14: Und gerade auch diese Genossenschafts Gemeinschafts Bürgersinn Das sind ja auch Themen die finde ich mit der Kaufmannschaft vereinbar sind.

00:58:22: von daher Ich persönlich glaube dass Bremer Netzwerk hat mir geholfen Am Anfang Grundungsgesellschaften zu finden, die die Idee gutfanden und dafür eingezahlt haben.

00:58:34: Und im Übrigen haben wir ja sogar die Besonderheit dass das Bundesland Bremen bei uns mit investiert ist.

00:58:40: Die BRB, die Bremer Aufbaubank hat ja eine Beteiligungs-Gesellschaft und Mit einem kleinen Share ein Prozent sind hier auch bei uns beteiligt.

00:58:50: Das sind alles Sachen die glaube ich entstanden sind weil es die statt der kurzen Wege gibt, hier man die Netzwerke sozusagen auch wirklich spielen kann.

00:58:58: Das hätte ich, ich Norbert woanders nicht geschafft.

00:59:01: vielleicht hätte jemand anders das woanders geschafft aber ich glaube hätte dass nur in Bremen geschafft und habe es nun ein Bremen geschaffen und glaub auch daran dass Bremen einen großen Teil dazu beiträgt dass wir so ein Unternehmen überhaupt aufbauen konnten und die Bremer kauf Leute die auch große Investoren bei uns sind.

00:59:19: sehr schön zu hören Norbert Ich bin Stier und Tante Enzo.

00:59:21: Und die ganzen Team, viel Erfolg!

00:59:22: Und ich werde euch im Auge behalten und vielleicht reden wir ein paar Jahre noch mal wenn mir dann tatsächlich bei der fünfhundert-vieljährigen Marke stehen.

00:59:28: Mal gucken wie es dann erst geworden ist.

00:59:30: Sehr gerne, ich würde mich freuen.

00:59:31: Danke dir.

00:59:32: Mach's

00:59:32: gut, bis zum nächsten Mal.

00:59:44: Für heute sag ich tschüss und auf Wiederhören bis zum nächsten Mal, euer Boris Felgendreher.

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